Der Stadt Unterschleißheim droht im Jahr 2026 kein massives Minus bei der Gewerbesteuer. Vielmehr sprechen die aktuellen Zahlen eine klare Sprache und zeigen eine weiterhin stabile und positive Entwicklung.
In der ersten Sitzung des Hauptausschusses im neuen Kalenderjahr werden regelmäßig zwei Kennzahlen zur Einnahmeentwicklung vorgestellt: Zum einen das IST-Ergebnis der Gewerbesteuerzahlungen zum 31.12. des vergangenen Jahres und zum anderen die sogenannte „Sollstellung“ der Gewerbesteuer für das neue Jahr. Die Sollstellung spiegelt die Anmeldungen der Gewerbesteuer zu Jahresbeginn wider und erhöht sich erfahrungsgemäß im Laufe des Jahres.
Das IST-Ergebnis 2025 fiel mit 53,1 Mio. € ausgesprochen erfreulich aus – und lag damit sogar 3,1 Mio. € über dem im Haushaltsplan 2025 eingeplanten Ansatz. Auch die erste Sollstellung für 2026 betrug 37,8 Mio. € und lag damit um 2,5 Mio. € über der Sollstellung im Januar 2025. Diese Entwicklung zeigt eine stabile Ausgangsbasis für das laufende Jahr.
Wie sich die Gewerbesteuer im Jahresverlauf entwickeln kann, verdeutlicht das Jahr 2025: Die erste Sollstellung im Januar lag bei 35,3 Mio. €, der Jahresendstand schließlich bei 53,1 Mio. €. Dieser Anstieg im Laufe des Jahres ist für eine Stadt mit florierendem Gewerbe wie Unterschleißheim ein bekannter und normaler Prozess, der durch zahlreiche Gewerbesteuerbescheide und Anpassungen entsteht.
Auch im Vergleich zu anderen wichtigen Einnahmequellen bleibt die Gewerbesteuer die tragende Säule der städtischen Finanzen. Die Einnahmen aus der Einkommensteuer betrugen im Jahr 2025 rund 28,0 Mio. €. Mit 53,1 Mio. € liegt die Gewerbesteuer damit nahezu doppelt so hoch.
Ein Blick auf die längerfristige Entwicklung unterstreicht ebenfalls die wirtschaftliche Stärke der Stadt. Die durchschnittlichen jährlichen Gewerbesteuereinnahmen betrugen in der Amtsperiode von Rolf Zeitler (2006–2012) rund 37 Mio. €. In den darauffolgenden Perioden unter Christoph Böck (2013–2019 bzw. 2020–2025) lagen die durchschnittlichen Jahreswerte bei 62 Mio. € beziehungsweise 51 Mio. €. Erhöht man die durchschnittlichen Gewerbesteuereinnahmen unter Rolf Zeitler um die Inflationsrate in Deutschland bis 2025 von rund 32 %, ergibt sich ein theoretischer Vergleichswert von etwa 48,9 Mio. € – und damit ein Niveau, das sehr nahe an den heutigen Durchschnittswerten liegt.
Diese Zahlen zeigen: Unterschleißheim konnte über Jahrzehnte hinweg von einer verlässlichen und wirtschaftlich erfolgreichen Stadtpolitik des Stadtrats und der Bürgermeister profitieren. Nicht umsonst wurde auch der Haushalt im letzten Jahr 2025 einstimmig im Stadtrat beschlossen.
Auch für die kommenden Jahre setzt die SPD-Fraktion zusammen mit Bürgermeister Christoph Böck auf eine solide, vorausschauende Finanzplanung. Ziel ist ein genehmigungsfähiger Haushalt 2026 mit einer Finanzplanung bis 2029, die die richtigen Weichen für die Zukunft stellt.
Investitionen in Kitas, Schulen, Sport, Kultur und Vereine sichern die Lebensqualität heute. Gleichzeitig werden Erschließungsmaßnahmen, Verkehrsinfrastruktur und bezahlbarer kommunaler Wohnraum weiter vorangebracht, um auch morgen gute Rahmenbedingungen für das örtliche Gewerbe und unsere Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten.
Mit einer starken SPD-Fraktion und Bürgermeister Christoph Böck bleibt die finanzielle Stabilität der Stadt die Grundlage für Generationengerechtigkeit und eine positive Weiterentwicklung Unterschleißheims.
Stefan Schneiders, Stadtrat und Finanzreferent der SPD-Fraktion
Dr. Thomas Breitenstein, Stadtrat und Fraktionsvorsitzender der SPD-Fraktion